Lavendel – beruhigend und heilsam

Lavendel beim Seife selber machen und in der Naturkosmetik

Lavendel (Lavandula angustifolia) ist auch in unseren heimischen Gärten als Zierpflanze bekannt. Besonders an warmen Sommertagen verbreitet er seinen würzig-charakteristischen Duft.

Der zur Familie der Lippenblütler gehörende Lavendel wird seit jeher wegen seines Wohlgeruchs geschätzt. Heute kommt er vor allem in Südeuropa vor. Mit Lavendel werden häufig die Regionen Südfrankreichs verbunden, wo die Pflanze zur Gewinnung des ätherischen Lavendelöls angebaut wird.

Botanischer Name und Sorten

Weltweit gibt es etwa 26 verschiedene Lavendelsorten. Die drei bekanntesten, und heilpflanzlich Wichtigsten sind der Echte Lavendel (Lavandula Angustifolia), der Speiklavendel (Lavandula Latifolia) und der Schopflavendel (Lavandula Stoechas).

Charakteristisches Aussehen des Lavendels

Der Echte Lavendel hat 4 bis 5 cm lange und 2 bis 3 mm breite Blätter. Diese sind jung weißfilzig, später grün und verkahlend. Sie sind länglich, haben einen umgerollten Rand und verschmälern sich an beiden Seiten. Die 10 bis 12 mm großen Knospen des Echten Lavendels entwickeln sich zu dunkelvioletten, blauen oder amethystfarbenen ährenartigen Blüten. Der Speiklavendel besitzt hingegen bis zu 8 cm lange Blätter, welche einnervig, linealisch und blaugrün sind. Die graublauen Blüten duften scharf und stechend. Die am Rand umgerollten Blätter des Schopflavendels sind 1 bis 4 cm lang. Sie sind auf beiden Seiten weich behaart. Seine Blütenähren haben eine Größe von 2 bis 4 cm. Der Duft ähnelt dem des Speiklavendels, er ist aber etwas milder.

Wuchs des Lavendels

Der Echte Lavendel wächst buschigLavendelöl in Naturseife, dicht und niedrig. Er erreicht je nach Klima eine Wuchshöhe von 20 bis 50 cm. Optimaler Standort sind trockene, sonnige Hänge. Speiklavendel hingegen wächst grasartig und wird zwischen 80 und 100 cm hoch. Schopflavendel kann an einem trockenen, sonnigen Standort eine Höhe zwischen 10 und 70 cm erreichen.

Pflege und Anbau im heimischen Garten

Lavendel ist trockene Lagen gewöhnt und kommt deshalb mit wenig Wasser gut aus. Er wächst an einem vollsonnigen Standort, bevorzugt mit sandig-kiesigem Bodengrund. Lavendel kann auch im Winter draußen bleiben und benötigt keine extra Schutzmaßnahmen. Lediglich Junge- und Topfpflanzen sollten vor Kälte geschützt werden. Die Pflanze verträgt auch einen sehr starken Rückschnitt, der nach der Blüte im Frühling oder Sommer erfolgen kann. Alle 1 bis 2 Wochen wird der Lavendel mit einem Universaldünger gedüngt.

Ernte und Verwendung

Lavendel wird geerntet, bevor die Blüten komplett aufgeblüht sind. In der Regel sind die Monate Juli und August die Richtigen zur Ernte. Dann ist der Anteil an ätherischen Ölen am höchsten.

Für einen Lavendel-Tee können die frischen oder getrockneten Lavendelblüten verwendet werden. Ein derartiger Teeaufguss wirkt entspannend, beruhigend, antiseptisch und galletreibend. In der Küche kommen junge Blätter und weiche Triebe zum Einsatz. Diese eignen sich hervorragend zum Verfeinern verschiedener Gerichte. Zum Würzen von Speisen sind die selbst geernteten Lavendelblüten hervorragend geeignet. Macht es den Franzosen nach und kreiert eure eigenen „Kräuter de Provence„. Sehr gut schmeckt Lavendel in Verbindung mit Thymian und Rosmarin. Fein zerrieben könnt ihr daraus eines sehr gute Kräuterbutter herstellen.

Ebenso ist selbst gemachter Lavendelzucker ein toller Ersatz für herkömmlichen Vanillezucker. Er verleiht süßen Gerichten eine individuelle Note und ist auch als Geschenk hervorragend geeignet. Auf 100 g Zucker werden etwa 1 EL fein gemahlene, getrocknete Lavendelblüten gegeben.

Verwendung von Lavendel in Kosmetik und Seifen

Auch zur Schönheitspflege für Haare und Haut kann Lavendel benutzt werden, da er eine regenerierende und beruhigende Wirkung besitzt. Lavendelseifen sind die bekannten Klassiker unter den Naturseifen. Ihr könnt zum Beispiel euren getrockneten Lavendel sehr fein mahlen und den selbst gemachten Seifen zugeben. Dazu kombiniert man am besten ätherisches Lavendelöl.

Seine bekannte beruhigende und entspannende Wirkung kann sich ebenfalls zu Nutzen gemacht werden. Mittels eines Ölauszugs können so wunderbare Badeöle hergestellt werden. Alternativ könnt ihr auch Oliven-, Soja- oder Sesamöl verwenden und einfach einige Tropfen ätherisches Lavendelöl untermischen.

Lavendelhydrolate sind in diversen Rohstoffshops für Selbstrührer zu finden. Das Hydrolat des Lavendels ist besonders bei empfindlicher und entzündlicher Haut zu empfehlen. Es kann in Cremes verarbeitet oder sogar pur auf die Haut aufgetragen werden.

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