Mandelöl in Naturseife und Kosmetik

Kann Mandelöl in der Kosmetik verwendet werden?

mandelöl

Mandelöl für Luxusseifen und Cremes

INCI: Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil

Mandeln sind die Frucht des Mandelbaumes, ein Rosengewächs, das ursprünglich aus Zentralasien stammt. Es gibt zwei verschiedene Arten von Mandeln: die süßen Mandeln und die bitteren Mandeln.

Um an das in den Mandeln enthaltene Öl zu kommen, wird der Kern gepresst. Beide Arten werden für die Herstellung von Mandelöl verwendet, wobei die bitteren Mandeln nur kalt gepresst werden dürfen. Aus ihnen kann man auch das ätherische „Bittermandelöl“ gewinnen.

Inhaltsstoffe und Eigenschaften des Mandelöls

Mandelöl ist klar, von blassgelblicher Farbe und sehr mildem Geschmack. Zudem ist es dünnflüssig und löst sich nur in kochendem Alkohol ganz. Das Öl sollte auf gar keinen Fall ranzig oder bitter riechen und darf keine Verunreinigungen oder Trübungen aufweisen. Sollte das vorkommen, ist das Produkt schon schlecht geworden oder es handelt sich nicht um reines Mandelöl.
Der hohe Anteil an einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren macht das Öl zu einem säurearmen und dadurch besonders milden Produkt. Zudem ist es reich an Vitamin E und Vitamin B. Das Vitamin E führt zu einer antioxidativen Wirkung des Öls. Noch ein wichtiger Bestandteil ist die Linolsäure, sie wirkt entzündungshemmend und schützt die Haut vor Lichtschäden. Da es dem menschlichen Hautfettfilm sehr ähnlich ist, ist es zudem sehr gut verträglich. Menschen mit empfindlicher Haut, sogar Kinder und Babys können sorglos von den Eigenschaften des Mandelöls profitieren. Das Öl wirkt sanft rückfettend und sogar reizlindernd, es bewahrt den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt der Haut und macht sie elastisch. Auch reife Haut kann dadurch bereichert werden, denn sie verliert oftmals ihren eigenen Schutz und trocknet aus, wodurch sich verstärkt Fältchen bilden.

Mandelöl in der Kosmetik

mandelölDieses äußert wertvolle Öl ist ein Allrounder in der Kosmetik. Es ist so mild, dass es von allen Hauttypen vertragen wird, fettet nicht zu stark und wirkt entzündungshemmend, weshalb es keinen Nährboden für Pickel und Mitesser liefert, ganz im Gegenteil: es hilft, sie zu bekämpfen. Es wird in Pflegecremes, Lotionen, als Massage-und Babyöl und auch in Haarpflegeprodukten eingesetzt. Durch seine chemische Flexibilität dringt das Öl sehr tief in die Haut ein und kann dadurch besonders intensiv wirken. Deshalb wird es vielfach als Basisöl für alle möglichen Kosmetika eingesetzt. Mandelöl wird auch in Bodybutter verarbeitet, behält seine Eigenschaften zum Glück auch in dieser Form: es zieht rasch ein, macht die Haut weich und geschmeidig und ist nahezu geruchlos. Als Massageöl ist es deshalb beliebt, weil es gute Gleiteigenschaften besitzt, wodurch die Haut bei einer kräftigeren Massage nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Vielmehr profitiert sie ebenfalls von der Massage und nicht nur die Muskeln werden so richtig schön weich. Mandelöl zählt zu den mittelspreitenden Pflanzenölen.

Nebenwirkungen von Mandelöl

Da Mandelöl so wunderbar verträglich und schonend ist, gibt es so gut wie keine Nebenwirkungen. Wie auf jeden Stoff kann natürlich eine spezielle Allergie entwickelt werden, das ist aber sehr selten.
Ein großes Problem gibt es aber: da Mandelöl sehr wertvoll und damit teuer ist, wird es oft mit anderen, ähnlichen Ölen (Pfirsichkern, Sonnenblume, etc.) vermischt. Und das muss nicht einmal angeschrieben sein, in den USA ist es beispielsweise legal, diese Mischung „Mandelöl“ zu nennen. Wer wirklich reines Mandelöl haben will, muss genau aufpassen und am besten Mandelöl in Lebensmittelqualität kaufen.

Mandelöl in Naturseife

Mandelöl ist ebenso wie in selbst gemachten Cremes und Gesichtsmasken auch in der Naturseife sehr gut einsetzbar. Es verleiht der selbst gemachten Seife einen cremigen, weichen Schaum und macht sie auch nicht weich. Der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen des Mandelöls, machen sich auch in der Naturseife bemerkbar. Ihr könnt das Öl gerne in großen Mengen einsetzen, jedoch ist es etwas teurer und wird daher üblicherweise für luxuriösere Naturseifen verwendet.

Reine Mandelölseife

Reine Mandelölseife ist fest und weiß. Die Schaumbildung ist auch sehr gut, zumindest dann, wenn man die Naturseife einige Monate lagern lässt. Hier ist also Geduld gefragt. Nach mindestens 4 Monaten Lagerzeit ist die Naturseife hart, hell-weiß, glatt, mit neutralem Duft und entwickelt einen sehr schönen feinporigen Cremeschaum. Sie hinterlässt ein angenehmes, weiches Hautgefühl und eignet sich meiner Meinung nach auch sehr gut zum Haarewaschen. Die Haare werden weich und glänzend.

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